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Durchfall

Was tun, wenn ein Tier Durchfall hat? Woran erkennt man die Ursache? Und wie kann man am besten helfen?

Wichtig ist zu wissen, dass Durchfall keine Krankheit ist, sondern Anzeichen für unterschiedliche Probleme sein kann. Folgende Beispiele: Gelblicher, pastenartiger Durchfall weist auf eine Störung im Fettstoffwechsel hin. Sehr heller, fast „entfärbter“ Kot kann Anzeichen für eine Leber- und Gallenerkrankung sein. Kotanteile, die wie dunkler Kaffeesatz aussehen, können auf Blutungen im vorderen Darmtrakt zurückzuführen sein. Weicher, übel riechender Kot, der in großen Mengen abgesetzt wird, kann durch Fehlgärungen im Dickdarm oder eine allgemein schlecht verdauliche Futterration verursacht werden.


Giardien


Chronischer oder immer wiederkehrender dünnbreiiger bis wässriger Durchfall, zum Teil mit Blut beigesetzt und häufig mit einer Schleimhülle überzogen, sind typische Symptome einer Giardiose, dem Befall mit Giardien. Hervorgerufen wird die Durchfallerkrankung durch die Einzeller „Giardia intestinalis“. Diese Parasiten besiedeln den Dünndarm und vermehren sich dort. Sie bilden Zysten, das sind widerstandsfähige Dauerformen, die in großer Anzahl mit dem Kot ausgeschieden werden und dort rund eine Woche infektiös sind. Hunde infizieren sich, wenn sie Zysten über kotverunreinigtes Wasser oder Futter aufnehmen oder beim Kontakt mit einem infizierten Tier. Die Übertragung auf den Menschen ist selten, aber möglich.

Um gezielt behandeln zu können, ist es wichtig, die Giardiose zu diagnostizieren. Da die Zysten nicht immer ausgeschieden werden, sollten auf jeden Fall Proben verschiedenen Kotabsätzen an drei aufeinanderfolgenden Tagen untersucht werden. Konnte der Tierarzt Giardien nachweisen, sollte der Hund mit einem entsprechenden Präparat behandelt werden. Nach Abklingen der Symptome sollten nochmals Kotuntersuchungen zur Kontrolle durchgeführt werden. Hilfreich ist es, alle Decken, Kissen und Spielzeuge bei 65 Grad zu waschen.


So unterschiedlich die Ursachen für Durchfall sein können, so individuell sollten auch die Gegenmaßnahmen aussehen. Denn: Nicht jedem Tier ist mit einer selbst gekochten „Schonkost“ aus „Hühnchen und Reis“ auch wirklich geholfen. Grundsätzlich sollten Hunde und Katzen mit Durchfall spätestens nach 24 Stunden in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. Bei sehr starkem, blutigem oder wässrigem Durchfall, besonders jungen, alten oder geschwächten Tieren muss sofort Rat eingeholt werden.

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